Die Sklavenzentrale

Posted: August 4, 2010 in Erfahrungsberichte, Linktipp
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Schon als ich noch realativ neu im BDSM Umfeld war, stieß ich schon bald auf den Begriff Sklavenzentrale. Ich las damals etwas von einer Partnerbröse für SMler – und ignorierte die Seite eine Weile. Bald war mir aber klar, dass es dort noch um mehr geht: um eine Community zum freien Austausch von Gedanken, und nicht zuletzt zur Veröffentlichung eigener Geschichten und Bilder. So meldete ich mich nun vor einer Weile dort an, mit der Prämisse mehr Kontakte in der SM-Szene zu knüpfen und auch diesen Testbericht für euch zu schreiben.

Der Benutzeraccount

Die Registrierung läuft so ab, wie überall. In seinem Profil hat man dann umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Bis ins kleinste Detail lassen sich persönliche Neigungen festlegen, ein Userbild und sogar einen Audiogruß hochladen. Von den meisten Profildaten wird per Voreinstellung nichts angezeigt, jedoch kann man für die einzelnen Informationen dann exakt festlegen ob diese für keinen, jeden angmeldeten, nur den Real/Premium Benutzern (siehe nächsten Abschnitt) oder allen sichtabr sind.

Ein Benutzer kann zusäztzlich die Prädikate “Real” oder “Premium” erwerben. Um Real zu werden muss man jemanden finden, mit dem man sich im realen Leben mal getroffen haben muss. Dieser bürgt dann dafür, dass sich hinter dem Account ein vernünftiger Mensch verbirgt und nicht nur ein Spaßvogel, der einfach aus Langerweile angemeldet ist. Der Bürge muss aber selbst von mindestens drei Leuten als Real bestätigt worden sein. Mit dem Real Zeichen stehen einem schonmal einige Möglichkeiten mehr offen. Ist man auch bereit Geld zu zahlen, dann wird man Premium und erwirbt einige weitere komfortable Möglichkeiten. Zum Beispiel hat man eine Historie aller versendeten Nachrichten, die bei normalen Mitgliedern recht knapp ist, wenn jene einmal gelesen sind.

Partnersuche

Wer die SZ zur Partnersuche nutzen mag und weiblich ist, hat bessere Möglichkeiten was zu finden. Etwa 70-80% der Nutzer dürften männlich sein. Aber meine Ladys, ihr habt nicht nur eine große Auswahl, sondern müsst auch mit so einigen nervigen Anschreiben zurechtkommen. Man kann im Profil einstellen zu welchen Zweck man in der Sklavenzentrale Leute sucht: Nur Gedankenaustausch, Realer SM, virtueller SM, Partybesuche usw. Ich habe lediglich den Gedankenaustausch angekreuzt, weil ich nicht auf Onlinedating aus bin. Schließlich macht mir das Verführen von Frauen im realen Leben viel mehr Spaß… Und in diesem Sinne, genug zum Thema Partnerbörse, wer als Mann bessere Chancen haben will, sollte zudem lieber nach einer anderen Plattform schauen.

Zirkel, Gruppen und das Forum

Innerhalb der SZ gibt es noch eine Reihe von mehr oder weniger geschlossenen Kreisen: die Zirkel und die Gruppen. Zirkel sollen vorallem eine Möglichkeit bieten sich überregional zu organisieren. Die Aufnahme gestaltet sich als nicht so einfach, weil man Real oder Premium sein muss und dann mehrere Zirkelmitglieder kennen muss, die einen aufnehmen. Die Gruppen dienen primär Diskussionen, und formen sich aus Mitgliedern mit gemeinsamen Interessen. So gibt es z.B. Gruppen für Vegetarier. Hier bewirbt man sich einfach und wird in der Regel auch angenommen.

Weiterhin hat die SZ ein Forum zu bieten, es gibt Gallerien und nicht zuletzt einen sehr umfangreichen Terminkaleneder, der aber von der Benutzeroberfläche hätte besser sein können. In Punkto Gallerien gibt es aber einen Abstrich, denn die meisten Bilder sind nur mit teurer Altersverifikation sichtbar. Noch ein paar Gedanken zum Forum: Das ist alles andere als schön und zudem von recht rigiden Moderatoren bevölkert. Es kann schonmal sein, dass einfach mal so ein harmloser Thread zu gemacht wird und sich niemand genötigt sieht, diese Aktion zu begründen. Viele Threads erstrecken sich über über 100 Beiträge, sodass man erst mal eine Stunde zum Einlesen braucht. Die Bedienung und das Design sind außerdem nicht gerade prickelnd. Also: Das Forum kann man eigentlich vergessen. Ich fand bisher auch noch keine Gelegenheit da mal zu posten.

Fazit

Wer eine SM-Partnerbörse sucht, wird vor allem als Mann, mit der SZ wenig glücklich. Wer hingegen sich gerne online mit gleichgesinnten Leuten unterhalten möchte, der findet über die erwähnten Zirkel und Gruppen (sowie bedingt dem Forum) und nicht zuletzt durch direktes Anschreiben allerlei Gelegenheiten dazu.

Ergänzung zum Thema Sicherheit in den Kommentaren

So zum Schluss noch ein paar Links:
sklavenzentrale – homepage
sklavenzentrale – hilfe
mein Profil in der SZ

Kommentare
  1. morphium sagt:

    Ich muss vor der Sklavenzentrale warnen! Die ist, sicherheitsmäßig, löchriger als ein schweizer Käse.
    Auch Hinweise auf Lücken an den Chef werden ignoriert.

    Niemand sollte dort persönliche Daten lassen…

    morphium

    • Erebos sagt:

      Oha. Ich weiß ja dass PHP-Kram generell nicht mit Sicherheit glänzt. Und das Sicherheit dort nicht so ganz ernst genommen, wird kann ich mir vorstellen. Z.B. gibt’s den HTTPS Login ja nur für Premium. Aber ich denke die SZ ist auch nicht so viel schlechter als studivz oder Facebook, was den Schutz der privaten Daten angeht. Ein anonymes Profil (mit zweit-Mail-Adresse, kein Bild, kein richtiger Name, etc) ist da zumindest nicht schlecht. Aber danke für den Hinweis, hatte ich völlig vergessen im Artikel auf das Thema einzugehen.

  2. geiloo sagt:

    Also ich bin seit Jahren in der SZ und habe auch wenig gefunden. Seit 6 Monaten bin ich bei Paindom ind konnte schon einige Domina Kontakte knüpfen.

    Mario

  3. Dipl.-Ing. / Zertifizierter Gutachter / Sachverständiger / Forensiker sagt:

    Ich kann vor der SZ nur in höchstem Maße warnen!

    Persönliche “Seilschaften” der dortigen Webmaster/Betreiber mit ihnen persönlich bekannten Straftäter/Innen, führen zu willkürlichen Kontosperrungen und damit einhergehend zu Datendiebstahl.

    Trotz mehrerer schriftlicher Mahnungen in Bezug auf Rechtsverstöße, glaubt man aufgrund der bisherigen Erfahrungen als Betreiber, den jeweils einzelnen Benutzer ausspielen zu können, was aufgrund der oft eingeschränkten rechtlichen Kenntnisse der meisten Benutzer bislang wohl auch ganz gut funktionierte.

    Für mich persönlich aber, hat sich das als Diplom-Informatiker und zertifizierter Gutachter / Sachverständiger / IT-Forensiker zu einem regelrechten Fall entwickelt.

    Durch die Verlegung des SZ-Firmensitzes in die Niederlande, wurde von Deutschland aus, ein behördliches/gerichtliches Vorgehen gegen die SZ erschwert, aber deshalb noch lange nicht unmöglich gemacht.

    Die SZ-Webmaster/Betreiber wähnen sich offenkundig immer noch in einem rechtsfreien Raum, in dem jedoch längst überholter Absolutismus und persönliches Wohlwollen gegenüber bekannten registrierten Straftäterinnen zu strafrechtlich relevantem Fehlverhalten führen.

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